26.04.2016

Ich habe vor einigen Tagen diese Nachricht bekommen und mir mit der Antwort etwas Zeit gelassen.

Es kam die Frage auf wie es in den nahen Zukunft um die Tiere steht, was haben sie für eine Chance.....

Meine Antwort:
Hallo liebe Birgit,
erst mal vielen Dank für Deine Unterstützung und die lieben Worte.
Eine sehr interessante Frage, die uns auch traurig macht sobald wir uns auf das Grauen konzentrieren.
Ich werde meine Gedanke dazu gerne weitergeben.
Die Tiere, die Menschen und die Erde haben unterschiedliche Chancen, kurz- und langfristig.
Fangen wir mit der Erde an. Die Erde wird uns und das was wir mit ihr treiben überleben.
Kurzfristig wird es wohl zu unangenehmen Veränderungen der Lebensbedingungen kommen.
Stürme, Hochwasser, Kälte und einiges mehr. Die nächsten 200 bis 500 Jahre werden bestimmt nicht immer lustig.
Die Veränderungen haben wir Menschen zu verantworten und müssen sie leider alle auch ausbaden.
Egal wie es mit uns ausgeht, die Erde wird sich erholen, es dauert dann halt etwas. 
Wir denken in zu kurzen Zeiten, nicht 50 oder 100 Jahre es wird tausende Jahre brauchen, damit wieder ein 
Gleichgewicht zwischen der Erde, den Pflanzen und den Tieren besteht.
Aber ich bin mir sicher, dass die Erde uns überlebt und sich vollkommen erholt und wieder zu einem wundervollen, leben- und liebenswerten 
Planeten wird.
Wir Menschen, in der Überzahl leider die Täter, müssen mit dem Elend, den furchtbaren “Volkskrankheiten” Pandemien und 
dem Grauen unserer Missetaten leben.
Die Tiere sind uns momentan noch ausgeliefert und müssen einfach die Zeit aushalten bis es zur vollkommenen Anerkennung als 
gleichwertige Lebewesen kommt. Tja, wie lange das dauert hängt ja stark von unseren Aktivitäten als TierrechtlerInnen ab.
Aber wir sind ja auf einem guten Weg und werden täglich mehr. Das “Aufwachen” ist nicht mehr aufzuhalten.
Weder die Politik, noch die Wirtschaft können stoppen was wir angefangen haben. Die Aufklärung über den Missbrauch der Tierwelt und 
die Ausbeutung von Erde und Menschen ist von allen Seiten zu hören.
Immer mehr Menschen werden sich uns anschließen. Immer mehr Menschen sagen nein zum Tierlend und immer mehr Menschen
stehen auf und ändern ihr Leben und ihr Wertesystem.
Sieh mal Birgit, noch vor 5 Jahren war das Thema “vegane Lebensweise” nur in Insiderkreisen bekannt.
Ich bin unseren “veganen VorfahrInnen” so dankbar das sie immer am Ball geblieben sind um uns zu informieren.
Heute ist der Begriff “vegan” so bekannt und normal geworden. Es war der größte Fehler der Ominvoren, den ich begrüße,
uns und unsere Bewegung nicht ernst zu nehmen.
Die nächsten Generationen werden mit uns VeganerInnen einfach aufwachsen, wie wir mit den “VegetariernInnen”.
Der Austausch in der heutigen Zeit ist so rasend schnell, das unsere Informationen jedem zugänglich werden.
Die großen Fleischbetriebe fangen schon an unsere Ideen in Form von fleischfreien Produkten zu verbreiten.
Ich weiß, das es unter den vegan lebenden Menschen oft kritisch einher geht. Doch unsere Grundidee ist die Gleiche,
wir kämpfen für gleichen Rechte aller Lebewesen. Die einen Menschen mit Messer und Gabel, die anderen Menschen mit dem Geldbeutel und 
wieder Andere mit Infoständen, Messen, Büchern, Liedern und Demonstrationen.
Kurzfristig ändert sich täglich irgendwo auf der Welt die Welt in Richtung “eine bessere Welt”.
Wir müssen das Elend noch etwas aushalten, gemeinsam mit den armen Tieren leiden und Kraft daraus schöpfen,
das wir ein Teil des Ganzen sind und somit das Ganze ein Teil von uns.
Lass uns positiv in die Zukunft schauen und erkennen, das die nahe Vergangenheit sich schon zum Guten verändert hat.
Stück für Stück, Schritt um Schritt und Tag um Tag.
Wir werden gemeinsam ankommen in einer besseren emphatischen Welt.
Wir Menschen werden mit den Tieren und den Pflanzen in Harmonie leben, die Erde wird uns alles, was wir zum Leben benötigen, 
geben und wir werden uns weiterentwickeln.
Nun meine Fiktion in die Zukunft:
Schon in 50 Jahren wird es überall auf der Welt pflanzliches Essen geben. Schon in 100 Jahren werden die Fleischesser eine Minderheit darstellen.
Zur gleichen Zeit wird es zu einem großen Menschen-Sterben kommen, da die Krankheiten nicht mehr zu kontrollieren sind.
Es werden resistente Vieren und Keime sein, gegen die wir Menschen nichts ausrichten können.
Nachdem leider nur ein Drittel der Menschheit überlebt hat, wird sich die Politik mit der Wissenschaft zusammenschließen und
im Sinne der “harmonischen Lebensbedingung auf der Erde”, die Erde demokratisch und gemeinschaftlich verwalten.
In 200 Jahren wird es kaum noch Krebs, Herzkrankheiten, Demenz, Tierversuche und vieles mehr geben. 
In 300 Jahren bereits, werden Schulklassen ehemalige Schlachthäuser besuchen da es diese nicht mehr gibt.
In 500 Jahren wird das 21.Jahrhundert als das “Jahrhundert der Grausamkeit und des Wandels” gelten.
Wir, liebe Birgit, werden diese ganze Fiktion wohl nicht erleben. Allerdings gehören wir im Rückblick auf das 21.Jahrhundert 
zur Seite des Wandels und damit zur richtigen Seite.
Ich wünsche Dir weiter viel Kraft
alles Liebe
Thomas (Horn)

15.02.2014

Meins vs. Das

Stop! Ich habe es geschafft, die Maschine anzuhalten für nur einen Moment.

Laut dröhnt sie und wehrt sich dagegen doch ich kann sie halten, nur ein bisschen noch.

Eine kleine Pause ohne den Druck , den Krach und die Last.

Ruhe kehrt ein und ich sehe sie von außen. Die Zahnräder aus Menschen und Knochen gebaut. Jede Schraube blutverschmiert, jede Welle und Kurbel aus Leid gezimmert. Hier und da hör ich stöhnen und wimmern. Beängstigen ist ihr Anblick, beruhigend zugleich. Sie läuft und dreht sich Tag ein Tag aus. Wie und wo führt ein Weg nur hier raus.

Ganz oben ein Trichter riesen groß, darein gestopft die Umwelt die Menschen und jedes Tier. Zermust und gemergelt, gefoltert und verbraucht, im Bauch der Maschine, auf dem langen Weg nach unten zum Fertigprodukt. Angetrieben von der hässlichen Fratze geformt aus ein paar Bankern – die reichsten der Welt – die die Macht haben, das Streben und auch das Geld. Sie kurbeln und drehen gnadenlos, es geht weiter bei Tag und bei Nacht Jahr für Jahr, nie wird halt gemacht. Gefesselt sind wir, eingebunden in diese Maschine, freiwillig oder aus Not. Seit frühester Kindheit bis ans Ende, den Tod.

Ganz unten tief am Boden, was kommt da nur raus, jetzt kann ich es sehen zum ersten mal es sieht vertrau mir aus. Ein Geldschein ein Stück bedrucktes Papier, darauf steht „das ist mein das gehört mir“. Alle begehren es, die in ihr stecken, bei jeden soll es Bedürfnisse wecken. Kauft, konsumiert bis ihr krepiert – reicher und mächtiger wollen sie werden. Das selbst gedruckte Geld kommt über uns wieder zurück, ja, von der Maschine gehört uns am Ende ein Stück. Bezahlt mit der Freiheit dem Leben, dem Glück.

Ich höre sie rufen , ich muss nun zurück. Die Fessel werden strammer gezogen der Wille geformt. Verpflichtungen, Verträge und Versprechen, könnte ich doch nur alle durchbrechen.

„Meins“ ist das Wort welches uns knebelt und geißelt, darum bin ich oft so verzweifelt. Der einzige Weg hinaus aus dem Leid, ist es abzustreifen das Streben nach „meins“. Sonst führt der Weg zurück in das Krachen und wenn es mal leiser wird höre ich sie lachen – die Bänker, die Reichen grinsen und freuen sich sehr - heut war ein guter Tag, heut wurden es mehr. Ich bin allein unter vielen im Rad, geb auf, lass mich drehen, mach mit Tag für Tag.

Doch heut war es anders zum ersten mal, „stopp“ für einen Moment hörte sie auf diese Qual. Mit Abstand betrachtet so einfach und klar, Risiko los, banal vieles fällt mir ein. Ich gehe nie wieder in diese Maschine hinein. Den Rücken wende ich ihr zu, und lasse es los, „Meins“, gebe ich weg und tausche es gegen „das“ – so einfach, „stop und geschafft“.

Thomas Horn

17.12.2012

Vom ersten Gedanken bis zur Hoffnung.

Ein heller Blitz – was war denn das? Der erste Gedanke im kleinen Gehirn, eine Stromschlag, der göttliche Funke vielleicht. Der Zeitpunkt ist unklar, wann geschieht das? Die erste Zellteilung oder erst nach Wochen? Von nun an getrieben durch die Kraft des Überlebens. Zu denken, zu sehen, zu fühlen, zu wachsen und zu lieben. Im Schutz der Hülle der ersten Erweckung, wächst das kleine Leben heran. Ein Wunder, wie sich die Körper um die Seele bilden. Nach Monaten dann der Ruf in die Welt. Es drängt hervor das junge Leben. Neugierig, wild doch hilflos zugleich, kann gerade stehen und sieht so niedlich aus. Ein Küken ist es mit gelbem Fell, ganz flauschig und unschuldig, doch leider ein Hahn. Sein kurzes Leben beginnt auf einem Band, was wird das Küken als erstes wohl sehen? Die große Hand vom Menschen geführt der sich nicht kümmert, den nichts mehr rührt. Entscheidet über das Leben über den Tod, fühlt das Küken jetzt sehr große Not? Es wird geworfen, die Messer erklingen, es ist als würden sie den Todeskampf singen. Ein letzter Blitz, ein Gedanke ganz schnell – was hab ich getan – trauer - es wird dunkel statt hell. Stille kehrt ein, die Frage verklingt, während das Kleine um sein Leben ringt. Dann folgt die Trennung, der Leib ist nun tot. Die Seele steigt auf und blickt zurück, auf dieses kurze Leben ganz ohne Glück. Allwissend, doch begreift die Seele nur schwer, warum wir Mensch so handeln, wieso wir so sind. Doch sie kommt wieder, als Kind, will das Leben verändern, die Qualen beenden und kämpfen für eine bessere Welt. Was machen wir Menschen da nur, liegt dieses Handeln in unserer Natur? Denken wir das bleibt ohne Folgen, was ist wenn die Seelen einen Plan verfolgen. Wenn sie berichten von unseren Taten, vom Töten, vom Quälen, vom Fressen und Braten. Wie wird es aussehen, das hohe Gericht wenn es ein Urteil über uns spricht? Mir wird anders, mir wird kalt, die Wahrheit ist hart, das Grauen ist groß. So viel Leid, so viel Not, die Trauer über das Handeln meiner Brüder und Schwestern legt sich wie ein bleierner Mantel auf meine Seele. Dann komm ich zur Ruhe, besinne mich auf meine Familie, meine Freunde und die vielen Gleichgesinnten die für eine bessere Welt stehen. Ich hoffe das Kind ist schon geboren, mit dem Wissen der Seelen, welches uns hilft die Welt zu verändern. Ich liebe das Leben und lebe vegan. Thomas Horn